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Und siehe, eine Leiter stand auf der Erde, die rührte mit der Spitze an den Himmel;
und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder.
punpunpun Freitag, 30. Juli 2010, 22:49 link (9 Kommentare) kommentieren

 

Das neue Objektiv und ich, wir sind noch keine Freunde geworden.

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Bitte für die Nichtfotografen und Gelegenheitsknipser: Woran merkt man das, bei diesem Foto?

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Das Unbehagen ist eher so ein allgemeines und bezieht sich eigentlich auch nicht auf das Foto mit dem zerbröselnden Engel. So richtig formulieren kann ich es auch noch nicht, ich musste zum Beispiel gerade selbst erst mal googeln, ob es "geringe" oder "hohe" Tiefenschärfe heißt.

Also. Bisher hatte ich nur ein ziemlich preiswertes Weitwinkelobjektiv ( € 25, ebay) mit einer Brennweite von 18-50 mm. Da passt schön viel drauf, und das ist mir entgegengekommen, weil ich gern Flächen mit viel Nichts und ein bisschen Etwas fotografiere. Wobei das viele Nichts und das bisschen Etwas - abgesehen von den Proportionen natürlich - doch in irgendeiner Weise verbunden waren: durch die - in der Regel - einheitliche Schärfe.

Das neue Objektiv (auch ebay) ist eines mit fester Brennweite (50 mm) und "lichtstark", jedenfalls kann man Aufnahmen mit geringer Tiefenschärfe machen, Dinge bzw. Bereiche punktuell scharfstellen und andere Bereiche dementsprechend verschwimmen lassen. Und dieses Hervorheben von Bereichen, was ja eine Priorisierung von Dingen vor anderen ist, ein - wenn's schiefläuft - bedeutungsschwangerer Fingerzeig auf etwas im gewählten Ausschnitt, das gefällt mir noch nicht ganz bzw. ich habe noch keinen Blick dafür, was man damit (für mich) Interessantes fotografieren könnte, außer Gesichter. Oder Insekten.

Mir war schon klar, dass es eigentlich eher ein Objektiv für Porträt- bzw. Nahaufnahmen ist, trotzdem bin ich irgendwie sauer, soviel Kohle dafür rausgehauen zu haben. Total bescheuert eigentlich!

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Ah, verstehe, danke. Bin gespannt, was das neue Objektiv so sehen wird.

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Hm, das hatten wir ja schon mal: Wenn du mehr Tiefenschärfe möchtest, d.h. mehr Ebenen/Gegenstände hintereinander alle gleich scharf, kannst du - als eine Möglichkeit - die Blende öffnen. Kleine Blende = punktuelle Schärfe, große Blende = quasi verstreutere Schärfe.

Und was das draufgehen angeht: Nunja, mit einem 50mm fest muss man den Bildauschnitt eben erlaufen.

(Einen guten Rechner für den Bereich, der scharf wird, gibt es hier. Der Abstand zum Objekt und die Brennweite spielen eben auch eine Rolle. Vielleicht mal ein paar Zahlen eingeben, dann bekommt man ein Gefühl.)

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Das ist schon klar. Ganz so wenig verstehe ich ja nun auch wieder nicht. Es geht mir aber, wie oben geschrieben, um die Bedeutungsverschiebung bzw. -akzentuierung bei einer kontrastreicheren Schärfe-/Unschärfe-Verteilung im Bild.

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Hm. Ich habe ja auch versucht zu erläutern, dass du auch mit diesem Objektiv dein "gewohntes" Nichtakzentuieren durch Schärfe erzielen kannst. Der Abstand zum Objekt und die Blende sind halt wichtig, aber theoretisch kannst du alle Bilder mit durchgängiger Schärfe machen.

Was das Akzentuieren mit Tiefen-Schärfe angeht: Ich denke, man muss sich daran gewöhnen - aber den Fokus auf dem gesamten Bild zu lassen, ist ja auch nicht sinnvoll (tust du bei deinen "Viel Raum mit einem kleinen Etwas" ja auch nicht). Entweder durch Helligkeitsunterschiede, Farben oder Muster oder eben Schärfe lenkt man den Blick des Betrachters dahin, wo man den Fokus sieht.
Was man sicherlich üben muss, ist, wann man was davon einsetzt. (In dem Beispiel oben hätte der Hintergrund ruhig noch unschärfer sein dürfen, finde ich. Oder eben Farbe raus. So finde ich es ziemlich viel.)

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Das Auge rechts hätte ich nicht angeschnitten und ich könnte es mir sehr, sehr gut in s/w vorstellen - aber sonst ...
Was haben Sie zu bemängeln?

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mir gefallen gerade die farben gut.
es erinnert mich an ein ähnliches foto, das ich vor langer zeit mal gekauft habe, in heidelberg, von einem prof. fotografen. hing lange an meiner wand.

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